____ _ _ _ _
| _ \ ___ | |_ (_) _ __ ___ __| | (_) __ _
| |_) | / _ \ | __| | | | '_ \ / _ \ / _| | | | / _ |
| _ < | __/ | |_ | | | |_) | | __/ | (_| | | | | (_| |
|_| \_\ \___| \__| |_| | .__/ \___| \__,_| |_| \__,_|
|_|
- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b- `b
ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Tomate
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
Die Tomate (Solanum lycopersicum), in Ăsterreich sowie in SĂźdtirol auch der Paradeiser bzw. die Paradeiscite-ref-1[1] (seltener Paradeisapfel)cite-ref-2[2] genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Damit ist sie eng mit anderen Speisegewächsen wie der Kartoffel (Solanum tuberosum), der Paprika (Capsicum) und der Aubergine (Solanum melongena) verwandt, aber auch mit Pflanzen wie der Tollkirsche, der Alraune, der Engelstrompete, der Petunie oder dem Tabak (Nicotiana).
Lange wurde diese Pflanzenart als Liebesapfel, Paradiesapfelcite-ref-3[3] oder Goldapfelcite-ref-4[4] bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert erhielt sie ihren heute gebräuchlichen Namen âTomateâ. Dieser leitet sich von xÄŤtomatl ab, dem Wort fĂźr diese Frucht in der Aztekensprache Nahuatl. Umgangssprachlich wird vor allem die als GemĂźse verwendete rote Frucht, die eine Beere ist, als Tomate bezeichnet. Ehemalige botanische Namen und Synonyme: Lycopersicon esculentum, Solanum esculentum oder Lycopersicon lycopersicum.
Contents
⢠Beschreibung
⢠Chromosomenzahl
⢠Systematik
⢠Geschichte
⢠Krankheiten
⢠Kultivierung
⢠Erfolgsfaktoren
⢠Inhaltsstoffe
⢠Lagerung
⢠Tomatensorten
⢠Sonstiges
⢠Literatur
⢠Filme
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Die Tomatenpflanze ist eine krautige, einjährige, zweijährige oder gelegentlich auch ausdauernde Pflanze, die zunächst aufrecht, später aber niederliegend und kriechend wächst. Die einzelnen Ăste kĂśnnen dabei bis zu 4 m lang werden. Die Stängel haben an der Basis einen Durchmesser von 10 bis 14 mm, sie sind grĂźn, fein behaart und zur Spitze hin meist filzig behaart. Die Behaarung besteht aus einfachen, einzelligen Trichomen, die bis zu 0,5 mm lang werden, sowie spärlich verteilten meist aus bis zu zehn Zellen bestehenden, mehrzelligen Trichomen mit bis zu 3 mm Länge. Vor allem die längeren Trichome besitzen oft drĂźsige Spitzen, die der Pflanze einen starken typischen Geruch verleihen.
Die sympodialen Einheiten besitzen meist drei Laubblätter, die Internodien sind 1 bis 6 cm lang, gelegentlich auch länger. Die Laubblätter sind unterbrochen unpaarig gefiedert, 20 bis 35 cm (selten nur 10 cm oder mehr als 35 cm) lang und 7 bis 10 cm (selten nur 3 cm oder mehr als 10 cm) breit. Sie sind beidseitig spärlich behaart, die Trichome gleichen denen der Stängel. Der Blattstiel ist 1,2 bis 6 cm lang oder gelegentlich auch länger.
Die Hauptteilblätter stehen in drei oder vier (selten auch fĂźnf) Paaren. Sie sind eifĂśrmig oder elliptisch geformt, die Basis ist schräg und zur Basis des Gesamtblattes hin herablaufend, abgeschnitten oder herzfĂśrmig. Die Ränder sind vor allem nahe der Basis gezahnt oder gekerbt, selten sind sie ganzrandig oder tiefgezähnt oder -gelappt. Die Spitze der Teilblätter ist spitz oder zugespitzt. Das oberste Teilblatt ist meist grĂśĂer als die seitlichen Teilblätter, 3 bis 5 cm lang und 1,5 bis 3 cm breit. Das Stielchen ist 0,5 bis 1,5 cm lang. Die Spitze ist meist spitz zulaufend. Die seitlichen Teilblätter sind 2 bis 4,5 cm lang und 0,8 bis 2,5 cm breit, sie stehen an 0,3 bis 2 cm langen Stielchen.
Die Teilblätter zweiten Ranges stehen meistens an der der Blattspitze zugewandten Seite der unteren Hauptteilblätter. Sie sind 0,2 bis 0,8 cm lang und 0,1 bis 0,5 cm breit, sie sind aufsitzend oder stehen an einem bis zu 0,4 cm langen Stielchen. Teilblättchen dritten Rangs fehlen. Zwischen den Hauptteilblättern stehen meist sechs bis zehn eingeschobene Zwischenblättchen. Diese sind 0,1 bis 0,8 cm lang und 0,1 bis 0,6 cm breit und stehen an 0,1 bis 0,3 cm langen Stielchen. Scheinnebenblätter werden nicht gebildet.
Blßtenstände und Blßten
Die BlĂźtenstände werden bis zu 10 cm lang, bestehen aus fĂźnf bis fĂźnfzehn BlĂźten und sind meistens ungeteilt oder selten in zwei Zweige gespalten. Der BlĂźtenstandsstiel ist kĂźrzer als 3 cm und ähnlich den Stängeln behaart. Die BlĂźtenstiele sind 1 bis 1,2 cm lang, das äuĂere Drittel ist gelenkartig abgeteilt. Die Form des BlĂźtenstandes ist ein Wickel.
Die Knospen sind 0,5 bis 0,8 cm lang und 0,2 bis 0,3 cm breit und gerade konisch geformt. Vor dem Aufblßhen steht die Krone etwa zur Hälfte aus dem Kelch hervor. Die KelchrÜhre ist zur Blßtezeit sehr fein und mit bis zu 0,5 cm langen Kelchlappen besetzt. Diese sind linealisch geformt, nach vorn zu spitz und mit langen und kurzen, einfachen, einreihigen Trichomen besetzt. Die leuchtend gelbe, fßnfeckige Krone hat einen Durchmesser von 1 bis 2 cm, oftmals ist sie gebändert und in einigen Kulturformen auch mit mehr als fßnf Zipfeln besetzt. Die KronrÜhre ist 0,2 bis 0,4 cm lang, die Kronzipfel sind 0,5 bis 2 cm lang, 0,3 bis 0,5 cm breit, schmal lanzettlich geformt und an der Spitze und den Rändern spärlich mit verschlungenen, einreihigen Trichomen von bis zu 0,5 mm Länge besetzt. Zur Blßtezeit sind die Kronlappen abstehend.
Die Staubblätter sind zu einer RÜhre verwachsen, diese ist 0,6 bis 0,8 cm lang und 0,2 bis 0,3 (selten bis 0,5) cm breit. Sie ist schmal konisch geformt und gerade. Die Staubfäden sind sehr fein und nur 0,5 mm lang, die Staubbeutel sind 0,4 bis 0,5 cm lang und besitzen an der Spitze einen sterilen Anhang, der 0,2 bis 0,3 cm lang ist und nie mehr als die Hälfte der Gesamtlänge der Staubbeutel ausmacht. Der Fruchtknoten ist konisch, fein drßsig behaart. Der Griffel ist 0,6 bis 1 cm lang und misst weniger als 0,5 mm im Durchmesser. Er steht meist nicht ßber die StaubblattrÜhre hinaus. Die Narbe ist kopfig und grßn.
FrĂźchte und Samen
Die Frßchte sind Beeren, messen meist 1,5 bis 2,5 cm im Durchmesser, kÜnnen aber bei kultivierten Pflanzen auch bis zu 10 cm groà werden. Da die Frucht aus zwei Fruchtblättern gebildet wird, weist sie zwei Kammern mit zahlreichen Samenanlagen auf. Diese sind ßber ein mittig gelegenes, plazentales Gewebe verbunden. Die Anzahl der Fruchtblätter und somit der Kammern kann variieren, vor allem zßchtungsbedingt. Die Fruchtform ist meist annähernd kugelfÜrmig, andere Wuchsformen wie oval-länglich oder birnenfÜrmig sind, ebenfalls zßchtungsbedingt, auch mÜglich.
Die FrĂźchte reifen aufgrund des Carotinoidgehalts und hier insbesondere durch das Lycopin zu einem kräftigen Rot, Gelb oder Dunkelorange ab, sind zunächst behaart, bei Reife aber verkahlt. Der BlĂźtenstiel hat sich bis zur Fruchtreife auf 1 bis 3 cm Länge vergrĂśĂert, bei Sorten mit groĂen FrĂźchten ist er auch oftmals verdickt. Er ist gerade oder am Gelenkpunkt in Richtung der BlĂźtenstandsachse gebogen. Der Kelch ist an der Frucht ebenfalls vergrĂśĂert, die Kelchlappen sind etwa 0,8 bis 1 cm lang und 0,2 bis 0,25 mm breit und teilweise stark nach hinten zurĂźckgebogen.
Die FrĂźchte enthalten eine Vielzahl von Samen. Diese sind 2,5 bis 3,3 mm lang, 1,5 bis 2,3 mm breit und 0,5 bis 0,8 mm dick. Sie sind umgekehrt eifĂśrmig, blass braun und mit haarähnlichen AuswĂźchsen der äuĂeren Zellen der SamenhĂźlle besetzt. Diese sind entweder anliegend und den Samen eine samtige Oberfläche gebend oder aber zottig. Die Samen sind an der Spitze schmal (0,3â0,4 mm) beflĂźgelt und an der Basis zugespitzt. Die Samenschalen bestehen im äuĂersten Zellbereich aus stark verschleimendem Zylinderepithel, das botanisch als Myxotesta bezeichnet wird. Zwischen den einzelnen Samen befindet sich ein gallertartiges Gewebe, das von der Plazenta gebildet wird.
Die Frßchte zählen lebensmitteltechnisch zu den Fruchtgemßsen.cite-ref-5[5]
Chromosomenzahl
Systematik
Innerhalb der Nachtschatten (Solanum) wird die Tomate in die Untergattung Solanum und innerhalb dieser in die Sektion der Tomaten (Solanum sect. Lycopersicon) eingeordnet. Innerhalb dieser Sektion bildet die Art zusammen mit Solanum pimpinellifolium, Solanum cheesmaniae und Solanum galapagense, die alle rot- bis orangefarbene FrĂźchte ausbilden, die Lycopersion-Gruppe.
Zur Unterteilung der Art wurden vor allem seit dem 20. Jahrhundert verschiedene Ansätze verfolgt, von denen sich jedoch keiner durchsetzen konnte. Oft wurden dabei kleine, rote und gelbe FrĂźchte als Solanum lycopersicum var. cerasiforme beziehungsweise Lycopersicon esculentum var. cerasiforme (umgangssprachlich oftmals âKirschtomatenâ) bezeichnet. Es wurde angenommen, dass diese der Wildform der Art Solanum lycopersicum entsprechen oder dieser zumindest sehr nahestehen. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um ZĂźchtungen und teilweise Kreuzungen mit Wildtomaten-Arten wie Solanum pimpinellifolium. Diese und alle weiteren Varietäten innerhalb der Art werden nicht anerkannt und nur als Synonym zu Solanum lycopersicum gefĂźhrt.cite-ref-peralta08-6-0[6]
Geschichte
Das Ursprungsgebiet der Tomate ist Mittel- und SĂźdamerika, wobei die Wildformen von Nordchile bis Venezuela verbreitet und beheimatet sind.cite-ref-7[7] Die ursprĂźngliche Domestikation der Tomate ist nicht eindeutig geklärt: Es existieren die Peruanische Hypothese und die Mexikanische Hypothese.cite-ref-8[8] Die grĂśĂte Vielfalt der in Kultur befindlichen Formen ist in Mittelamerika zu finden. Dort wurden Tomaten von den Maya und anderen VĂślkern etwa 200 v. Chr. bis 700 n. Chr. als XÄŤtomatl (Nahuatl fĂźr âNabel des dicken Wassersâ) oder kurz Tomatl (âdickes Wasserâ)cite-ref-9[9] kultiviert. Samen wurden bei Ausgrabungen sĂźdlich von Mexiko-Stadt in HĂśhlen im TehuacĂĄn-Tal gefunden.
Die Tomate zählt in Europa aufgrund ihrer EinfĂźhrung durch den Menschen zu den hemerochoren Pflanzen und aufgrund ihrer EinfĂźhrung erst in der Neuzeit (vermutlich um 1500 durch Columbus)cite-ref-10[10] zu den Neophyten. Allerdings kann die Tomate lediglich als temporärer Neophyt bezeichnet werden, da sie in Europa nur äuĂerst selten und vorĂźbergehend in der freien Natur anzutreffen ist; im Wesentlichen wird sie kultiviert.
Geschichte der Tomate in Europa
Die ersten Tomatenpflanzen gelangten sehr bald nach der Eroberung Mittel- und SĂźdamerikas nach Europa. Sie wurden Anfang des 16. Jahrhunderts von dem Spanier HernĂĄn CortĂŠs nach der Eroberung Mexikos erstmals nach Spanien gebracht.cite-ref-gentilcore-s-3-11-0[11] Sie wurde in Anlehnung an ihren aztekischen Namen als âtomateâ bezeichnet.cite-ref-12[12]
Erste europäische Beschreibungen der Pflanze stammen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, vor allem aus Italien. 1544 lieferte der Italiener Pietro Andrea Mattioli als einer der Ersten eine genauere Beschreibung. Er beschrieb die Tomate als gelbe Frucht.cite-ref-s-jacomet-2011-13-0[13] 1554 verfeinerte er seine erste Beschreibung, er berichtete von Varietäten mit roten FrĂźchten und nannte erstmals einen italienischen Namen fĂźr die Tomate: âpomi dâoro (Goldene Ăpfel)â.cite-ref-peralta-spooner-2002-s-17-14-0[14] Im Jahr 1586 verĂśffentlichte Camerarius nach dem Tod Mattiolis eine Ăźberarbeitete Auflage, die unter anderem um einen Holzschnitt einer Tomatenpflanze erweitert wurde.
Spanische BesitztĂźmer wie Sardinien oder Neapel spielten eine wichtige Rolle fĂźr die Ausbreitung der Tomate in das heutige Italien. Heimkehrende Kolonisten brachten die neuen FrĂźchte wahrscheinlich in Form von Samen mit nach Spanien, und von dort erreichten sie Italien.cite-ref-gentilcore-s-3-11-1[11] Die Geschichte der Tomate in Italien begann am 31. Oktober 1548, als der toskanische GroĂherzog Cosimo di Medici erstmals einen Korb voll Tomaten von seinem Landgut erhielt.cite-ref-15[15]
Das in Leiden aufbewahrte Herbarium âEn Tibi Herbariumâ von circa 1555 enthält einen Herbarbeleg fĂźr die älteste Tomate Europas. Auch die frĂźhesten Herbarbelege von Aldrovandi und Oelinger gehen auf das 16. Jahrhundert zurĂźck. Beide kultivierten Tomaten. Aus dem 16. Jahrhundert gibt es viele weitere Erwähnungen, unter anderem von Dodoens und Gessner. Letzterer erwähnte, dass Tomaten in Deutschland gut wachsen, frĂźh reifen und dass die FrĂźchte unterschiedliche Farben haben.
Im 16. und 17. Jahrhundert wurden Tomatenpflanzen als Raritäten in den Gärten der Oberschicht gepflanzt. Da sie selten waren, symbolisierten sie Wohlstand und beeindruckten Besucher.cite-ref-s-jacomet-2011-13-1[13] In ganz Europa wurden Tomaten vorwiegend als Zierpflanzen genutzt, da man ßberzeugt war, dass deren Frßchte nicht essbar oder sogar giftig seien.cite-ref-peralta-spooner-2002-s-18-16-0[16] Diese Haltung änderte sich im Laufe des 17. Jahrhunderts, als sich die Medizin weiterentwickelte.cite-ref-s-jacomet-2011-13-2[13]
Geschichte der Tomate in Italien
Nach dem ersten Auftauchen der Tomate ab etwa 1548 in Italien schmĂźckten die Tomatenpflanzen die italienischen Gärten zunächst Ăźberwiegend als Zierpflanzen, da sie aufgrund ihrer Ăhnlichkeit mit anderen Nachtschattengewächsen als giftig angesehen wurden.cite-ref-peralta-spooner-2002-s-18-16-1[16] Doch bereits die Medici waren an der Verwendung der Tomate fĂźr den Verzehr interessiert.cite-ref-s-jacomet-2011-13-3[13] Obwohl Mattioli schon 1544 ein Rezept fĂźr den Verzehr von Tomaten angab, wird in der Literatur daran gezweifelt, dass sie wirklich des Ăfteren als Speisepflanze verwendet wurde.cite-ref-peralta-spooner-2002-s-17-14-1[14]
Insbesondere in Italien wurde die Tomate ab dem 17. Jahrhundert immer bedeutender. Antonio Latini war ab 1658 als Koch beim spanischen VizekĂśnig von Neapel tätig. In dem von ihm verfassten Kochbuch fanden sich erstmals auch Rezepte mit neuweltlichen Zutaten. Die drei Gerichte, in denen die Tomate vorkam, wurden als âalla spagnolaâ bezeichnet.cite-ref-s-jacomet-2011-13-4[13] Um 1700 begann man, die Tomate als eine Zutat fĂźr Speisen schätzen zu lernen; erneut galt Italien als Vorreiter.
Verbreitung im Ăźbrigen Europa
Joachim Kreich, Apotheker in Torgau, grĂźndete 1543 einen in Deutschland berĂźhmten botanischen Garten, den die Apothekerfamilie Moser bis zur ZerstĂśrung im DreiĂigjährigen Krieg 1637 fortfĂźhrte.cite-ref-17[17] Kreich war einer von nur vier bekannten Tomatenbesitzern im damaligen Deutschland.cite-ref-18[18]cite-ref-19[19] Da zu dieser Zeit noch kein einheitliches System zur wissenschaftlichen Benennung von Lebewesen verwendet wurde, taucht die Tomate in der damaligen Literatur unter einer Vielzahl unterschiedlicher Namen auf, unter anderem âmala peruvianaâ, âpomi del Peruâ (peruanischer Apfel), âpoma aureaâ, âpomme dâAmourâ, âpomum amorisâ (Liebesapfel) oder auch zusammengesetzte Namen wie âpoma amoris fructo luteoâ oder âpoma amoris fructo rubroâ.cite-ref-peralta06-20-0[20]
Bereits frĂźh wurde durch Botaniker die Verbindung zur Gattung Solanum festgestellt, so dass die Tomate oftmals als Solanum pomiferum bezeichnet wurde. 1694 wurde durch Joseph Pitton de Tournefort erstmals der Name Lycopersicon benutzt. Carl von LinnĂŠ ordnete in seinem Werk âSpecies Plantarumâ die Tomate wieder der Gattung Solanum zu und beschrieb die kultivierte Tomate als Solanum lycopersicum und die wildwachsenden Tomaten als Solanum peruvianum. In der Folge wurde die Tomate von verschiedenen Autoren immer wieder entweder als eigene Gattung Lycopersicon oder als Teil der Gattung Solanum beschrieben. Aufgrund aktueller DNA-Sequenzanalysen und morphologischer Studien schreiben nahezu alle Quellen die Tomate heute der Gattung Solanum zu.cite-ref-peralta06-20-1[20]
Im 17. und 18. Jahrhundert sah man die Tomate in Europa vor allem als Zierpflanze an, nur einige medizinische Anwendungen sind bekannt. Eine englische Ăbersetzung von Tourneforts Buch ĂlĂŠments de botanique erwähnt jedoch 1719, dass die FrĂźchte in Italien gegessen werden. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts bezeichnete die EncyclopĂŚdia Britannica den Einsatz von Tomaten in der KĂźche als âalltäglichâ.cite-ref-history-org-21-0[21]
Bei der Wiener Weltausstellung 1873 wurden Tomaten gezeigt. Um 1900 gab es die ersten Paradeiser auf den Wiener Märkten. Im groĂen Stil hielten sie jedoch erst nach 1945 Einzug. Im Seewinkel (Burgenland) hatten sich als Saisonarbeiter gekommene Bulgaren niedergelassen, die auch das fĂźr den Anbau notwendige Wissen mitbrachten. Aufgrund der verbreiteten Abneigung gegen Unbekanntes und der raueren klimatischen Bedingungen verbreiteten sich Tomaten in den westlichen Bundesländern Ăsterreichs erst in den 1950er Jahren oder noch später. In manche Alpentäler kamen sie erst mit dem Bau der ersten Supermärkte.
1961 wurden weltweit rund 28 Millionen Tonnen Tomaten produziert.cite-ref-transgen-23-0[23]
In den 1990er Jahren kam mit der Flavr-Savr-Tomate die erste gentechnisch veränderte Tomate auf den Markt.cite-ref-transgen-23-1[23]cite-ref-24[24] Die erste Tomatensorte mit einer Open-Source-Saatgut-Lizenz wurde 2017 unter dem Namen Sunviva lanciert. Dank der Open-Source-Lizenz darf das Saatgut weiter vermehrt und fßr eigene Zßchtungen genutzt werden, wenn diese ebenfalls unter die Lizenz gestellt werden.cite-ref-25[25]
Krankheiten
Krankheiten und WachstumsstÜrungen an Tomatenpflanzen kÜnnen unterschiedliche Ursachen haben. Die wichtigsten und häufigsten sind:cite-ref-aggiehort-26-0[26]
Pilzbefall durch Phytophthora infestans (Kraut- und Braunfäule), Alternaria solani (Dßrrfleckenkrankheit), Stemphylium solani (Stemphylium-Blattfleckenkrankheit), Cladosporium fulvum (Samt- und Braunfleckenkrankheit), Fusarium oxysporum f. sp. lycopersici (Fusarium-Welke), Verticillium albo-atrum (Verticillium-Welke), Botrytis cinerea (Grauschimmel), Phytophthora parasitica, Alternaria tomato, Septoria lycopersici, Sclerotium rolfsii, Colletotrichum-Arten, Botryosporium-Arten, Didymella lycopersici (Didymella-Stängelfäule);
Bakterienbefall durch Xanthomonas campestris pv. vesicatoria, Clavibacter michiganensis ssp. michiganensis;
Vireninfektionen
Nährstoffmangel und ungßnstige Wachstumsbedingungen mit verschiedenen Schadbildern, zum Beispiel Blßtenendfäule (meist physiologischer Kalziummangel), Platzen der Frßchte (zu schnelles Wachstum vor allem nach Stress), Microrisse;
Tierische Schädlinge Spinnmilben, WeiĂe Fliegen, Blattläuse, Raupen, Thrips, Tomatenminiermotte (Tuta absoluta).
Wirtschaftliche Bedeutung
2023 wurden laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO weltweit 192.317.972 t Tomaten geerntet.cite-ref-fao-27-0[27]
Folgende Tabelle gibt eine Ăbersicht Ăźber die zehn grĂśĂten Produzenten von Tomaten weltweit, die insgesamt 75,3 % der Erntemenge produzierten.
| Rang | Land | Menge (in t ) |
|---|---|---|
| 1 | China Volksrepublik Volksrepublik China | 70.119.694 |
| 2 | Indien Indien | 20.425.000 |
| 3 | Turkei TĂźrkei | 13.300.000 |
| 4 | Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | 12.370.057 |
| 5 | Agypten Ăgypten | 6.211.016 |
| 6 | Italien Italien | 6.016.050 |
| 7 | Mexiko Mexiko | 4.394.807 |
| 8 | Brasilien Brasilien | 4.166.017 |
| 9 | Nigeria Nigeria | 3.968.460 |
| 10 | Spanien Spanien | 3.803.598 |
| | Summe Top Ten | 144.774.699 |
| | restliche Länder | 47.543.274 |
Die grĂśĂten Produzenten der EU waren 2023 Italien, Spanien und Portugal. In Deutschland wurden 101.060 t, in Ăsterreich 56.950 t und in der Schweiz 35.501 t geerntet. Die Niederlande produzierten 2023 durch intensive Gewächshauskultur 726.000 Tonnen.cite-ref-fao-27-1[27]
Kultivierung
Sorten und Zuchtziele
â
Hauptartikel
:
Liste der Tomatensorten
Weltweit gibt es mehr als 3.100 Sorten und mindestens noch einmal so viele Zßchtersorten, die nie angemeldet waren und deshalb auch nie einen Namen erhalten haben. Auch die Zahl jährlich neu hinzukommender Sorten ist beträchtlich.
Bei der Selektion neuer Sorten stehen gewĂśhnlich folgende Zuchtziele im Vordergrund: lockerer Wuchs, hohe Resistenz oder Toleranz gegen UmwelteinflĂźsse, Krankheiten, Schädlinge und Viren, gute Produktivität, hoher Ertrag, schnelle Fruchtentwicklung, sicherer Fruchtansatz auch bei ungĂźnstigen Klimabedingungen, einheitliche Sortierung, bestimmte GrĂśĂe und Gewicht, Farbe und gleichmäĂiger Farbton, guter Geschmack und hoher Gehalt an wichtigen Inhaltsstoffen, gute Transportfähigkeit und Fruchtfestigkeit, lange Haltbarkeit (siehe auch: Antimatschtomate), verwendungsspezifische Eignung allgemein.
Häufig sind Tomaten daraufhin gezßchtet, einen langen Transport aus Sßd(west)europa zu ßberstehen; das geht zu Lasten anderer Eigenschaften, insbesondere des Geschmacks.cite-ref-28[28]
Einteilung nach Typen
Fruchtform rund und glatt (Normale Tomate), flachrund und glatt (meistens Fleischtomate), flachrund und faltig (cuore di bue in Norditalien), herzfÜrmig (russische cuore di bue), oval oder pflaumenfÜrmig (Dattel- und Eiertomate, meistens im Cherry- oder Cocktailbereich), birnenfÜrmig (Kirschtomate), länglich (Flaschentomate, z. B. San-Marzano-Tomate und Andenhorn), aus mehreren Einzelteilen bestehend (Reisetomate).
GrĂśĂe Sie ist stark von der Zahl der Fruchtkammern (Kammern) abhängig. Kirschtomaten (2â3), normale Tomaten (3â5), cuore di bue (4â10), Fleischtomaten (3â6), San-Marzano-Tomaten, Riesentomaten (bis 1 kg).
Farbe weiĂ, gelb, orange, rot, rosa, violett, grĂźn, braun, schwarz. Aber auch gestreifte und marmorierte Tomaten sind bekannt.
Farbverteilung unicolor (UC), bicolor (BC) meistens mit grßnem Ansatz beim Stängel, getigert/gefleckt.
Wuchstyp unbegrenzt wachsend (indeterminiert) oder begrenzt wachsend (determiniert), als Busch- oder Stabtomate (auch an Schnur) gezogen.
Reifetyp frßh-, mittel- oder spätreifend (erste rote Tomate bringend), als lose Tomaten oder Trosstomaten (Rispenparadeiser) zu ernten.
Verwendung Zierpflanze, Hobbyanbau, SelbstpflĂźcker, Direktverkauf und Marktfahrer, Engrosvermarktung oder Industrieverwertung, Eignung zum DĂśrren, Lagerbarkeit.
Ernteeignung Maschinelle Ernte fĂźr die Industrie, lose ohne BlĂźtenkelch, lose mit BlĂźtenkelch, Tross/Traube/Rispe, Tross/Traube jointless (Stiel ohne Sollbruchstelle).
Erfolgsfaktoren
Damit die Tomatenkultur zu einem guten Ergebnis fĂźhrt, sind folgende Faktoren zu optimieren: resistente und tolerante Sorten, ausgeglichene, kontinuierliche Nährstoffversorgung, viel Licht, ausreichend Wärme, gute Bodenstruktur bis etwa 50 cm Tiefe, bei Bodenkultur keine frische Kalkung, warme BĂśden (Temp. > 14 °C), mĂśglichst frĂźhe Ernte sowie eine gleichmäĂige Bewässerung fĂźr gleichmäĂiges Wachstum. Eine ungleichmäĂige Bewässerung fĂźhrt in Phasen mit niedrigem Wasserangebot zu einer Verhärtung der Schale, die dadurch in folgenden Phasen mit hohem Wasserangebot nicht mehr elastisch genug ist, um dem Wachstum der Frucht zu folgen. Die Folge ist ein vermehrtes Platzen der Tomaten.cite-ref-29[29] Neuere Forschungen haben ergeben, dass Tomaten, die mit verdĂźnntem Meerwasser gezĂźchtet werden, bei geringerem Verbrauch an wertvollem Trinkwasser eine erhĂśhte Menge an wichtigen Nährstoffen enthalten.cite-ref-30[30]cite-ref-31[31]
Entwicklungen im Tomatenanbau
In den letzten Jahren wurde, besonders im Bio-Landbau, eine Vielzahl nicht mehr bekannter altertĂźmlicher Sorten wiederentdeckt, die aus den Anfängen der Tomatenkultur stammen. Die Tomaten werden in der Regel von Hand geerntet und erzielen Preise von Ăźber 10 Euro pro Kilogramm. Solch ein Sortiment wurde vor wenigen Jahren auch von einer groĂen Einzelhandelskette in der Schweiz lanciert (im Rahmen des ProSpecieRara-Programmes; 138 verschiedene Tomatensorten), auch in Deutschland sind solche Sorten unter anderem als Wilde Tomaten in Fachgeschäften erhältlich. Die alten Tomatensorten Ăźberzeugen häufig durch ihren Geschmack und gewinnen trotz des hohen Preises eine kleine Schicht von Liebhabern und Gelegenheitskäufern. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts waren in Europa fĂźr solche âExotenâ-GemĂźse allerdings nur kleine Märkte erschlossen. Sie wurden eher als Nischenprodukte fĂźr den Hobbybereich und von Direktvermarktern fĂźr Liebhaber eingeschätzt. Doch versorgt der Bio-GroĂhandel in Europa die angeschlossenen Fachgeschäfte auch mit grĂśĂeren Chargen der etwas in Vergessenheit geratenen Formen und ZĂźchtungen der âParadiesäpfelâ.
Der Ăśsterreichische Landwirt Erich Stekovics in Frauenkirchen (Burgenland) bewahrt die Samen von 3.200 Tomatensorten auf und bietet 500 Sorten von Tomaten zum Verkauf in seinem Bauernhof an.
Weiterhin gibt es bei den Tross-Tomaten Sorten, die keine âSollbruchstelleâ (kleine Verdickung am Fruchtstiel) mehr haben. Damit brechen einzelne FrĂźchte nicht mehr ungewollt ab. Diese Sorten sind auch darauf hingezĂźchtet, dass die Frucht selbst besser am BlĂźtenkelch hält. Daher sind solche Sorten nicht fĂźr die Einzelfruchternte geeignet. Diesen Stiel nennt man jointless. Bei der Qualitätsverbesserung der Tomaten geht die ZĂźchtung immer stärker auf innere und äuĂere Qualitäten der Frucht ein. So spielt in den USA besonders der Lycopin-Gehalt und in Europa besonders der Geschmack eine groĂe Rolle. Letzterer wird ermittelt durch den Zuckergehalt (Brix), den Säuregehalt und durch Geschmackstests durch geschulte Geschmackstester, und bei Versuchsergebnissen angegeben. Diese Qualitätskontrollen und ZĂźchtungstrends haben zu ertragreichen Sorten gefĂźhrt, die kräftige Farben zeigen, sĂźĂer schmecken und fĂźr die Vermarktung besser geeignet sind als althergebrachte Sorten.
Eine Reihe sehr kleiner Tomaten, wie Johannisbeertomaten und Kirschtomaten, werden hauptsächlich in Kleingärten angebaut.
Kreuzung und Veredelung mit anderen Nachtschattengewächsen
In EU-Agrarversuchen wird immer wieder die Kreuzung der Tomate mit der genetisch eng verwandten Kartoffel zur sogenannten Tomoffel ausprobiert, um den Ertrag weiter zu steigern â allerdings bisher mit nur mäĂigem Erfolg, da die gezĂźchteten Pflanzen bisher stets zu schwach waren, gleichermaĂen voll energiereiche essbare Knollen und genieĂbare FrĂźchte ausbilden zu kĂśnnen. Auch schon in frĂźheren Jahren wurden Tomaten auf Kartoffeln veredelt, was kurzfristig recht leicht gelingt, allerdings langfristig die Pflanze auszehrt und dadurch zerstĂśrt. Diese Kombination wird wohl immer schwierig bleiben, da zur Bildung der Speicherorgane der Kartoffel, ebenso wie fĂźr groĂe FrĂźchte an der Tomate zur gleichen Zeit, erheblich mehr Blattmasse benĂśtigt wird, als die Tomate hervorbringen kann. Blattwerk wird benĂśtigt, um durch Fotosynthese genĂźgend Kohlenhydrate einlagern zu kĂśnnen. Wurzelknolle und oberirdische Frucht konkurrieren. Daher ist dieser Wunsch eine nicht ganz sinnvolle Kombination, wenn beiderseits hohe Erträge erzielt werden sollen.
Von einer grĂśĂeren Bedeutung ist die Nutzung von Tomaten als Veredlungsunterlage fĂźr Auberginen. Als Unterlagen werden Wildtomatenkreuzungen (Solanum lycopersicum Ă Solanum habrochaites) verwendet. Die meisten Veredlungen von Tomaten werden auf Tomatenunterlagen zur Verhinderung des Befalls durch Nematoden und der Korkwurzelkrankheit durchgefĂźhrt. Tomatenveredlungssets werden mittlerweile im Handel angeboten und kĂśnnen so auch von Hobbygärtnern erfolgreich genutzt werden.
Hummeln als Bestäuberinsekten
Tomaten sind sogenannte Vibrationsbestäuber. Um hier einen Fruchtansatz zu erzielen, war bis in die 1980er Jahre im Treibhausanbau von Tomaten eine arbeitsintensive manuelle Bestäubung mit elektrischen Bestäubungsgeräten notwendig.cite-ref-32[32] Pro Hektar fielen in Europa der 1980er Jahre dafßr Arbeitskosten von etwa 10.000 ⏠an.cite-ref-33[33]
1985 setzte der belgische Tierarzt und Hobby-Entomologe Roland de Jonghe ein Nest Dunkler Erdhummeln in einem Treibhaus aus, in denen Tomaten heranwuchsen, und stellte dabei fest, dass sie dort sehr wirkungsvoll die Pflanzen bestäubten.cite-ref-34[34] Es war zwar bereits 1912 gelungen, HummelkĂśniginnen in Gefangenschaft so zu halten, dass sie mit dem Nestbau begannen, und in den 1970er Jahren waren die Erfahrungen mit der kĂźnstlichen Zucht und Haltung unter Gefangenschaftsbedingungen von Hummeln so weit fortgeschritten, dass man in der Lage war, bei einzelnen Hummelarten einen vollständigen Jahreszyklus zu durchlaufen. Insbesondere die Dunkle Erdhummel schien besonders einfach unter kĂźnstlichen Bedingungen aufziehbar zu sein.cite-ref-35[35] Erst de Jonghe erkannte jedoch die mĂśgliche kommerzielle Bedeutung der Verwendung von Hummeln als Bestäuberpraxis, die in wenig mehr als einem Jahrzehnt die Form des Tomatenanbaus unter Glas nachhaltig veränderte. Verglichen zu Kosten fĂźr den hohen manuellen Aufwand bei der Bestäubung waren die Kosten der ebenfalls arbeitsintensiven Heranzucht von Hummeln gering. De Jonghe stellte auĂerdem fest, dass durch Hummeln bestäubte Pflanzen ertragreicher waren.
1987 grĂźndete De Jonghe die Firma Biobest, die bis heute der grĂśĂte kommerzielle ZĂźchter von Hummeln ist. 1988 zog die Firma gerade genug Hummeln heran, um 40 Hektar zu bestäuben, auf denen Tomaten herangezogen wurden. Bereits 1989 begannen sie jedoch, Hummelnester nach Holland, Frankreich und GroĂbritannien zu exportieren.cite-ref-goulson-2613-36-0[36] 1990 setzte man erstmals in Kanada kĂźnstlich aufgezogene Hummeln ein, ein Jahr später folgten die USA und Israel sowie wenig später Japan und Marokko. Zur Jahrtausendwende war es zum weltweiten Standard geworden, beim Anbau von Tomaten auf die Bestäubung von Hummeln zu setzen. Ausnahmen sind Länder wie Australien, wo Hummeln nicht natĂźrlich vorkommen und wo die Gesetzgebung den Import nicht-einheimischer Tierarten strikt untersagt.cite-ref-goulson-2613-36-1[36]
Bei der Bestäubungspraxis mit Hummeln werden in den Gewächshäusern jeweils vollständige Hummelnester eingebracht. Die europäischen Unternehmen, die in der kĂźnstlichen Hummelzucht aktiv sind, versenden jährlich mehr als eine Million Hummelnester weltweit.cite-ref-goulson-2619-37-0[37] Zu den positiven Nebeneffekten des Einsatzes von Hummeln im landwirtschaftlichen GemĂźseanbau zählt ein deutlich verringerter Insektizid- und Pestizideinsatz, da die Verwendung dieser Mittel auch die Bestäuber gefährdet. Nachteilig ist, dass es sich bei den kĂźnstlich aufgezogenen Hummeln Ăźberwiegend um Nachkommen von in der TĂźrkei gesammelten Dunklen Erdhummeln handelt.cite-ref-goulson-2619-37-1[37] Beim Einsatz von Hummeln in Treibhäusern ist es nahezu unvermeidlich, dass Hummeln entweichen, sich erfolgreich fortpflanzen und so die jeweilige regionale Fauna beeinflussen. Die in GroĂbritannien geforderte Praxis, solche importierten Nester nach dem Ende ihrer Verwendung entweder zu verbrennen oder die Hummeln zu tĂśten, indem die Nester in Gefriertruhen gesetzt werden, wird nach den Erfahrungen des britischen Entomologen Dave Goulson dort selten umgesetzt. Wenige GemĂźseanbauer haben ausreichend groĂe Gefriertruhen und die Verbrennung der Nester, die aus Karton, Plastik und Polystyren bestehen, erzeugt lästige Abgase.cite-ref-goulson-2642-38-0[38]
In Japan ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Treibhäuser, in denen Hummelnester verwendet werden, zweifache TĂźren und vernetzte Luken haben, um ein Entweichen von Hummeln zu verhindern. Mittlerweile gibt es jedoch in Japan verwilderte Dunkle Erdhummeln, die auf entwichene Hummeln zurĂźckgehen.cite-ref-goulson-2642-38-1[38] Noch gravierender sind die Erfahrungen in SĂźdamerika: Aus chilenischen Treibhäusern entkommene Dunkle Erdhummeln verbreiten sich seit 1998 invasiv mit einer Geschwindigkeit von ca. 200 km pro Jahr Ăźber die sĂźdamerikanische Landmasse. Auf ihrem Weg verschwindet beispielsweise die heimische Hummelart Bombus dalbomii regional wenige Jahre nach der Ankunft der Dunklen Erdhummel. Mit den industriell gezĂźchteten Erdhummeln kam auch der einzellige Parasit Crithidia bombi auf den Kontinent. Es wird vermutet, dass die Kombination aus Hummel und Parasit die dort heimische Hummelarten mit so groĂer Geschwindigkeit verdrängt.cite-ref-fghi-39-0[39]
Verwendung als Nahrungsmittel
Inhaltsstoffe
Hauptbestandteil der Tomate ist Wasser (etwa 95 Prozent), auĂerdem enthält sie Vitamin A, B1, B2, C, E, Niacin, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Mineralstoffe, besonders Kalium und Spurenelemente. So finden sich neben den genannten Vitaminen in der Tomate Biotin, Folsäure, Thiamin, Pantothensäure; Alpha- & Beta-Carotin, Kalium, Chlorogensäure, Citronensäure, Glykoalkaloide, Glykoproteine, Lignin, Lutein, Lycopin (nur in roten Tomaten), p-Cumarsäure, 10 Spurenelemente (Chrom), vor allem Silizium; Tyramin, Zeaxanthin.
Die Schale (Tomatenhaut) enthält neben Polysacchariden und Cutin unter anderem Kohlenwasserstoffe (HĂśhere Alkane wie n-Nonacosan, n-Triacontan und n-Hentriacontan), Fettsäuren (Palmitin-, Stearin-, Ăl-, Linol- und Linolensäure) sowie Triterpene (Îą- und β-Amyrin) und Sterine (β-Sitosterin, Stigmasterin).cite-ref-brieskorn-41-0[41] in der Tomatenhaut befinden sich besonders viele Wirkstoffe (Flavonoide).
Das Carotinoid Lycopin gibt der Tomate die rote Farbe. Der Name ist von der lateinischen Bezeichnung der Tomate Solanum lycopersicum abgeleitet. Reife Tomaten haben einen Lycopinanteil von 4 bis 5,6 mg pro 100 g Frucht. Lycopin ist ein Carotinoid, das antioxidativ wirkt und so die Immunabwehr stärken und das Risiko bestimmter Krebserkrankungen senken soll.cite-ref-42[42] Der Brennwert der Tomate ist mit etwa 75 kJ pro 100 g relativ gering. Aus Tomaten wird in groĂen Mengen Tomatenmark hergestellt, ferner Tomatensaft, Tomatenschwamm und auch Tomatenketchup.
Obwohl die Tomate ein Lebensmittel ist, sind das Kraut, der Stielansatz und der grĂźne Teil der Frucht durch das darin enthaltene Tomatidincite-ref-baltes-43-0[43] schwach giftig, das heiĂt unbekĂśmmlich. Der Verzehr des Krautes oder sehr unreifer FrĂźchte kann Ăbelkeit und Erbrechen zur Folge haben. Es wird daher auch von einigen Quellen empfohlen, bei der Vorbereitung von Mahlzeiten grĂźne Teile und den Stielansatz zu entfernen.
Allerdings gibt es auch Tomatensorten, die von Natur aus auĂen grĂźn sind â z. B. Green Zebra (grĂźn gestreift auf leicht gelblichem Grund) oder Zebrino (dunkelgrĂźn auf schwarzbraunem bzw. dunkelrotem Grund). Das soll daran liegen, dass diese Tomaten von innen nach auĂen reif werden und nicht, wie es von den roten Tomaten bekannt ist, von auĂen nach innen. Diese schwarzbraunen bis grĂźnen Tomaten, angeblich aus einer Tomatensorte der GalĂĄpagos-Inseln gezĂźchtet, sollen also nicht mehr Tomatidin enthalten als die roten Tomaten.
Lagerung
Die Lagerung der Frßchte geschieht am besten bei 13 bis 18 °C und bei einer relativen Luftfeuchte von 80 bis 95 Prozent. Im Gegensatz zu Blattgemßse ist die Tomate bis zu 14 Tage haltbar. Dabei verliert sie kaum wichtige Inhaltsstoffe. Fälschlicherweise bewahren viele Verbraucher, aber auch Gemßsehändler und Einzelhandelsketten Tomaten in Kßhlräumen oder im Kßhlschrank auf, wo sie deutlich an Geschmack, Textur und Haltbarkeit verlieren. Ein Grund dafßr ist, dass bei Temperaturen unter 12 °C Geschmacksstoffe wie Isovaleraldehyd, 2-Methyl-1-butanol oder 3-Methyl-1-butanol nicht mehr gebildet werden.cite-ref-44[44]
Bei zu langer Aufbewahrung wird die Haut der Tomate dĂźnner und schrumpelig, das Fruchtfleisch fällt etwas zusammen, und im Ganzen wirkt die Frucht danach etwas matschig und fĂźhlt sich sehr weich an. Trotzdem ist die Tomate immer noch genieĂbar und nicht etwa schlecht.
Tomaten soll man, wenn mÜglich, immer getrennt von anderem Obst und Gemßse lagern. Sie scheiden während der Lagerung Ethen aus, das den Stoffwechsel benachbarter Frßchte oder Gemßse beschleunigt, so dass diese schneller reifen und in der Folge auch schneller verderben.
Tomatensorten
â
Hauptartikel
:
Liste der Tomatensorten
Bekannte Tomatensorten sind Agro, Amati, Belriccio, Bolzano, Corazon, Corianne, Culina, Cupido, Dasher, Datteltomate, Devotion, Del-Icia, Diplom, Dolce Vita, Exxtasy, Fantasio, Fourstar, Gardenserâs delight (Stabtomate), Gezahntentomate, Green Zebra (Stabtomate), Kalimba, Kumato, Laternchen (Stabtomate), Luigi, Luxor, Maestria, Maranello, Myrto, Ochsenherz/Coeur de Boeuf, Phantasia, Philovita, Picolino, Pixel, Primabell, Quadro, Ravello, Sibirischer Finger, Sparta, Sportivo, Suso, Sunviva, Sweet Million, Timos, Timotion, Tomosa, Trilly, Tumbling Tom Red (Hängetomate), Vilma, Vanessa, Virginia, Vision, Vitella, Zebrino, Vladivostokskij (Sibirien), Gelbe von Thun und WĂźrmli (Schweiz), Gelber Moneymaker (England), Oaxacan Jewel und Miel de Mexique (Mexiko), Black Sea Man und Malakhitovaya Shakatulka (Russland), White Rabbit (USA) und Dix Doigts de Naples (Italien).
Sonstiges
⢠Gestresste Tomatenpflanzen signalisieren ihren Zustand neben Farbe, Geruch und Form auch durch TÜne, die jedoch im fßr Menschen nicht wahrnehmbaren Ultraschallbereich liegen.cite-ref-45[45]
⢠Die Tomate verfĂźgt in Unicode im Block Verschiedene piktografische Symbole an Position U+1F345 Ăźber ein eigenes Schriftzeichen: đ
.
⢠In Deutschland wurde die Tomate vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. (VEN) zum Gemßse des Jahres 2001 gewählt.cite-ref-46[46]
⢠Lange Zeit war es ßblich, Tomaten mit minderer, wässriger Qualität als Suppentomaten zu verkaufen.cite-ref-47[47]
Literatur
â alphabetisch â
⢠Adelheid Coirazza: Tomaten: 200 Sortenempfehlungen aus aller Welt. Formosa-Verlag, Witten 2009, ISBN 978-3-934733-06-0.
⢠Adelheid Coirazza: Tomaten 2: 208 Historische Tomaten und Wildsorten. Formosa-Verlag, Witten 2014, ISBN 978-3-934733-12-1.
⢠Adelheid Coirazza: Tomaten. 244 Sorten fßr Garten, Balkon und Kßche. Formosa-Verlag, Witten 2018; 2. Auflage 2021, ISBN 978-3-934733-15-2.
⢠David Gentilcore: Pomodoro! A History of the Tomato in Italy. Columbia University Press, New York 2010, ISBN 978-0-231-52550-3, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
⢠Annemieke Hendriks: Tomaten. Die wahre Identität unseres Frischgemßses. be.bra Verlag, Berlin 2017, ISBN 978-3-89809-139-8, Leseprobe.
⢠Stefanie Jacomet: Die Geschichte der Tomate. Universität Basel, Basel 2011; aufrufbar als PDF (11 S., 590 kB) von der Universität Basel, Departement Umweltwissenschaften.
⢠John Paul Jones: Compendium of Tomato Diseases. American Phytopathological Society, 1991, ISBN 0-89054-120-5.
⢠Udelgard KĂśrber-Grohne: Tomate (Lycopersicon esculentum, Mill.) in: Nutzpflanzen in Deutschland. Kulturgeschichte und Biologie. 3., unveränderte Auflage. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-8062-1116-7, S. 314â318, Inhaltsverzeichnis.
⢠Reinhard Lieberei, Christoph Reissdorf, Wolfgang Franke (BegrĂźnder): Nutzpflanzenkunde. 7. Auflage. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-13-530407-6, Tomate: S. 231â235.
⢠Iris E. Peralta, David M. Spooner: History, Origin and Early Cultivation of Tomato (Solanaceae). In: Maharaj K. Razdan und Autar K. Mattoo (Hrsg.): Genetic Improvement of Solanaceous Crops. Volume 2: Tomato. Enfield (NH), Jersey & Plymouth 2007, S. 1â24, ISBN 978-1-57808-179-0, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
⢠Iris E. Peralta, David M. Spooner, Knapp Sandra: Taxonomy of Wild Tomatoes and their Relatives (Solanum sect. Lycopersicoides, sect. Juglandifolia, sect. Lycopersicon; Solanaceae). In: Systematic Botanic Monographs 84, 2008, ISBN 978-0-912861-84-5, registrierungspflichtig.
⢠Tatiana Y. Silla: Tomate. mandelbaums kleine gourmandisen no. 43. Mandelbaum Verlag, Wien 2022, ISBN 978-3-85476-939-2
⢠Andres Sprecher und Markus Dlouhy (Fotograf): Das groĂe Buch der Tomaten. Fona Verlag, Lenzburg 2010, ISBN 978-3-03780-416-2.
⢠Erich Stekovics, Julia Kospach: Atlas der erlesenen Paradeiser. Fotografien von Peter Angerer. LÜwenzahn Verlag, Innsbruck 2011, ISBN 978-3-7066-2480-0, 77 Sortenportraits, Buchausschnitt.
⢠Ute Studer und Martin Studer (Fotografien): Tomatenlust. Die Geheimnisse der Tomatenpioniere â Tipps fĂźr den Anbau richtig guter Tomaten. Haupt Verlag, Bern 2019, ISBN 978-3-258-08102-1, Besprechung:cite-ref-48[48]. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Gartenbuchpreis, 2. Platz als Bestes Garten- oder Pflanzenportrait.cite-ref-49[49]
⢠Christoph Wonneberge, Fritz Keller: Gemßsebau. 117 Tabellen. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2004, ISBN 3-8001-3985-5.
⢠Irina Zacharias, Tom Rosenberger: Tomaten â Meine Leidenschaft. Ullmann Medien, Potsdam 2020, ISBN 978-3-7415-2475-2, Inhaltsverzeichnis.
Filme
⢠Tomaten â ZurĂźck zum guten Geschmack. Wissenssendung, Deutschland, 2021, 59:02 Min., Moderation: Dennis Wilms, Birgit Klaus, Produktion: WDR, SWR, Reihe: Planet Wissen, Erstsendung: 4. Mai 2021 bei WDR Fernsehen, Inhaltsangabe von ARD, Internet-Video aufrufbar bis zum 4. Mai 2026. (Anbau und Geschichte von Tomaten, Arbeitsbedingungen von Erntehelfern.)
⢠Beates bunte Tomaten. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2018, 28:36 Min., Buch und Regie: Stephanie Wätjen, Produktion: NDR, Reihe: NaturNah, Erstsendung: 15. Mai 2018 bei NDR Fernsehen, Inhaltsangabe von ARD. Gärtnerin Beate Pieper aus Wolfenbßttel pflegt alte Tomatensorten.
⢠Triumph der Tomate. Dokumentarfilm mit szenischer Dokumentation, Ăsterreich, 2014, 45:30 Min., Buch und Regie: Maria Magdalena Koller, Produktion: MR-Film, arte, ORF, CCTV 9, Reihe: Universum, Erstsendung: 29. April 2014 bei ORF 2, Inhaltsangabe von ORF, (Memento vom 30. November 2014 im Webarchiv archive.today), Filmanfang (3:30 Min.), Filmbilder, u. a. mit Erich Stekovics, Irina Zacharias, Joe Cocker. Dieser Dokumentarfilm wurde 2014 mit dem Silbernen Delphin in der Kategorie âNatur, Umwelt und Ăkologieâ bei den Cannes Corporate Media & TV Awards ausgezeichnet.cite-ref-50[50]
⢠Rote Illusionen â Die Jagd nach der ehrlichen Tomate. Dokumentarfilm, Deutschland, 2014, 42:15 Min., Buch und Regie: Ralph Quinke, Produktion: Spiegel TV, Reihe: Wissen, Erstsendung: 6. März 2014 bei Pay-TV im Kabelnetz, Inhaltsangabe und Internet-Video von Spiegel TV, mit Christian Lohse.
⢠Sarah Wieners erste Wahl. Tomaten vom Vesuv. Dokumentarfilm, Deutschland, 2013, 43:20 Min., Buch: Volker Heise, Regie: David Nawrath, Produktion: zero one film, arte, ORF, Reihe: Sarah Wieners erste Wahl, Erstsendung: 30. Juni 2013 bei ORF 2, Inhaltsangabe und Rezepte von arte, (Memento vom 13. Oktober 2013 im Internet Archive).
⢠Tomaten zum Rotwerden. Die Sortenbewahrer. Wie ProSpecieRara in der Schweiz Tomatensorten bewahrt. Dokumentarfilm, Schweiz, 2009, 35:50 Min., Buch und Regie: Ursula Bischof Scherer, Produktion: NZZ Format, Erstsendung: 7. Juni 2009 bei VOX, Inhaltsangabe, Internet-Video von NZZ Format.
⢠Angriff der Killertomaten. Spielfilm, USA, 1978. Parodie auf das Science-Fiction- und Horrorfilm-Genre und gilt als einer der bisher schlechtesten Filme.cite-ref-51[51]
Weblinks
Commons
: Tomate
â Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wikibooks: Kulturanleitung Tomate
â Lern- und Lehrmaterialien
Wiktionary: Tomate
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wiktionary: Paradeiser
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wiktionary: Paradeis
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Literatur von und ßber Tomate im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Datenbanken
⢠Solanum lycopersicum. In: Solanaceae Source, (englisch), aufgerufen am 22. Februar 2022.
⢠Tomate. In: giftpflanzen.com
⢠tomaten-atlas.de
Artikel
⢠âReifeuhrâ reguliert Anzahl der BlĂźtenstände und die Menge der FrĂźchte bei Tomaten. In: pflanzenforschung.de, 25. Januar 2012
⢠Tomaten kÜnnen Schlaganfallrisiko senken. In: stern.de, 9. Oktober 2012
⢠Schweizer Tomaten, die nie Erde gesehen haben. (âHors-Sol-Tomatenâ = âErdeloseâ Tomaten) In: srf.ch, 31. August 2014
Einzelnachweise
cite-note-11. â Paradeis. In: Wiktionary.
cite-note-33. â Hermann Jäger: Der Apothekergarten. Anleitung zur Kultur und Behandlung der in Deutschland zu ziehenden medicinischen, sowie zu Essenzen gebrauchten Pflanzen. FĂźr Apotheker und Gärtner, Land- und Gartenbesitzer. Cohen & Risch, Hannover 1873, S. 52.
cite-note-44. â Goldapfel, Digitales WĂśrterbuch der deutschen Sprache
cite-note-55. â Robert Ebermann, Ibrahim Elmadfa: Lehrbuch Lebensmittelchemie und Ernährung. 2. Auflage, 2011, ISBN 978-3-7091-0210-7, S. 382.
cite-note-peralta08-66. â Iris E. Peralta, David M. Spooner, Sandra Knapp: Taxonomy of Wild Tomatoes and their Relatives (Solanum sect. Lycopersicoides, sect. Juglandifolia, sect. Lycopersicon; Solanaceae). (= Systematic Botany Monographs. Band 84). The American Society of Plant Taxonomists, 2008, ISBN 978-0-912861-84-5.
cite-note-77. â Udelgard KĂśrber-GrĂśhne: Nutzpflanzen in Deutschland. Kulturgeschichte und Biologie. Konrad Theiss Verlag, Darmstadt 1997, ISBN 3-534-13827-9, S. 315.
cite-note-88. â Iris E. Peralta, David M. Spooner: History, Origin and Early Cultivation of Tomato (Solanaceae). In: Maharaj K. Razdan und Autar K. Mattoo (Hrsg.): Genetic Improvement of Solanaceous Crops. Band 2. Science, Enfield, Jersey & Plymouth 2007, ISBN 978-1-57808-179-0, S. 14â17 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-99. â EtimologĂa de Tomate. In: dechile.net. Diccionario EtimolĂłgico espaĂąol en linea, 2. Juli 2017, abgerufen am 21. März 2022 (spanisch).
cite-note-1010. â Die Herkunft der Tomaten. (Memento vom 6. November 2020 im Internet Archive). In: Europäisches Informationszentrum fĂźr Lebensmittel, 3. August 2001.
cite-note-gentilcore-s-3-1111. â David Gentilcore: Pomodoro! A history of the tomato in Italy. Columbia University Press, New York 2010, ISBN 978-0-231-52550-3, S. 3 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1212. â Wolfgang Seidel: Weltgeschichte der Pflanzen. Eichborn Verlag, KĂśln 2012, ISBN 978-3-8479-0512-7, S. 231.
cite-note-s-jacomet-2011-1313. â Stefanie Jacomet: Die Geschichte der Tomate. (PDF) In: Universität Basel. 2011, S. 7, abgerufen am 22. Februar 2022.
cite-note-peralta-spooner-2002-s-17-1414. â Iris E. Peralta, David M. Spooner: History, Origin and Early Cultivation of Tomato (Solanaceae). In: Maharaj K. Razdan und Autar K. Mattoo (Hrsg.): Genetic Improvement of Solanaceous Crops. Band 2. Science, Enfield, Jersey, Plymouth 2007, ISBN 978-1-57808-179-0, S. 17 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1515. â David Gentilcore: Pomodoro! A history of the tomato in Italy. Columbia University Press, New York 2010, ISBN 978-0-231-52550-3, S. 1 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-peralta-spooner-2002-s-18-1616. â Iris E. Peralta, David M. Spooner: History, Origin and Early Cultivation of Tomato (Solanaceae). In: Maharaj K. Razdan und Autar K. Mattoo (Hrsg.): enetic Improvement of Solanaceous Crops. Band 2. Science, Enfield, Jersey & Plymouth 2007, ISBN 978-1-57808-179-0, S. 18 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-1818. â Edith Schowalter: Licht ins Dickicht. Weitere Pflanzen-Geschichten aus der Heimat. (Memento vom 9. August 2017 im Internet Archive). In: BR, 3. Mai 2015, Bild 97 [!].
cite-note-history-org-2121. â Solanaceae. (Memento vom 12. März 2007 im Internet Archive). In: The Colonial Williamsburg Foundation, 2007.
cite-note-pflanzenreich-2222. â Karl Schumann, Ernst Gilg: Das Pflanzenreich, Hausschatz des Wissens. Verlag von J. Neumann, Neudamm, um 1900, S. 772, (Internet-Datei).
cite-note-transgen-2323. â Tomate als Eintrag in der transGEN Datenbank. In: transgen.de. Forum Bio- und Gentechnologie e. V., abgerufen am 22. Februar 2022.
cite-note-2525. â Erstes Open-Source-GemĂźse in Deutschland: Eine Tomate, frei fĂźr Alle. (Memento vom 2. Mai 2017 im Internet Archive). In: swr.de, Marktcheck, 26. April 2017.
cite-note-aggiehort-2626. â Tomato Disorders â A Guide to the Identification of Common Problems, (Memento vom 3. März 2009 im Internet Archive), Aggie Horticulture, Texas A&M University.
cite-note-fao-2727. â Crops, primary > Tomatoes. In: Offizielle Produktionsstatistik der FAO fĂźr 2023. fao.org, abgerufen am 24. November 2025 (englisch).
cite-note-2929. â E. P. Heuvelink: Tomatoes â Fruit cracking and russeting. CABI, 2005, ISBN 0-85199-396-6, S. 193â195.
cite-note-3030. â Michael BĂśddeker: Meerwasser mit Mehrwert. In: wissenschaft.de, 26. April 2008.
cite-note-3131. â Cristina Sgherri, Zuzana Kadlecov, Alberto Pardossi, Flavia Navari-Izzo, Riccardo Izzo: Irrigation with Diluted Seawater Improves the Nutritional Value of Cherry Tomatoes. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. 56, 2008, S. 3391â3397, doi:10.1021/jf0733012.
cite-note-3232. â Michael Miersch: TĂźckische Bio-Krieger gegen Ernteschädlinge. In: Die Welt, 5. Juni 2009.
cite-note-3333. â Dave Goulson: A sting in the Tale. Random House, London 2013, ISBN 978-0-224-09689-8, Position 2607.
cite-note-3434. â Dave Goulson: A sting in the Tale. Random House, London 2013, ISBN 978-0-224-09689-8, Position 2602.
cite-note-3535. â Dave Goulson: A sting in the Tale. Random House, London 2013, ISBN 978-0-224-09689-8, Position 2596.
cite-note-goulson-2613-3636. â Dave Goulson: A sting in the Tale. Random House, London 2013, Position 2613.
cite-note-goulson-2619-3737. â Dave Goulson: A sting in the Tale. Random House, London 2013, Position 2619.
cite-note-goulson-2642-3838. â Dave Goulson: A sting in the Tale. Random House, London 2013, Position 2642.
cite-note-jacques-lanore-401. Jacques Lanore: Tables de composition des aliments. Institut scientifique dâhygiène alimentaire, ĂŠditions, 1985, ISBN 2-86268-055-9.
cite-note-brieskorn-4141. â Carl Heinz Brieskorn, Heinrich Reinartz: Zur Zusammensetzung der Tomatenschale. In: Zeitschrift fĂźr Lebensmittel-Untersuchung und -Forschung. 133, 1967, S. 137â141, doi:10.1007/BF01460615.
cite-note-4242. â E. Giovannuci, E. B. Rimm, Y. Liu, M. J. Stampfer, W. C. Willett: A Prospective Study of Tomato Products, Lycopene and Prostate Cancer Risk. In: J. National Cancer Institute. 94, 2002, S. 391â398.
cite-note-baltes-4343. â Werner Baltes: Lebensmittelchemie. 5. Auflage. Springer-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-540-66525-0, S. 232; vgl. 7. Auflage, 2011: eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
cite-note-4444. â Bo Zhang, Denise M. Tieman, Chen Jiao, Yimin Xu, Kunsong Chen, Zhangjun Fe, James J. Giovannoni, Harry J. Klee: Chilling-induced tomato flavor loss is associated with altered volatile synthesis and transient changes in DNA methylation. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. 113, 2016, S. 12580â12585, doi:10.1073/pnas.1613910113.
cite-note-4545. â Itzhak Khait, Ohad Lewin-Epstein, Raz Sharon, Kfir Saban, Revital Goldstein, Yehuda Anikster, Yarden Zeron, Chen Agassy, Shaked Nizan, Gayl Sharabi, Ran Perelman, Arjan Boonman, Nir Sade, Yossi Yovel, Lilach Hadany: Sounds emitted by plants under stress are airborne and informative. In: Cell. Band 186, Nr. 7, 30. März 2023, ISSN 0092-8674, S. 1328â1336.e10, doi:10.1016/j.cell.2023.03.009 (cell.com [abgerufen am 31. März 2023]).
cite-note-4646. â GemĂźse des Jahres 2001: Die Tomate. In: Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. aufgerufen am 3. Juli 2017.
cite-note-4747. â Tomate, in: RĂśmpp Lexikon Lebensmittelchemie, 2. Auflage, Thieme Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-13-143462-3, S. 1178f.; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
cite-note-4848. â Sigrun Hannemann: Tomatenlust von Ute und Martin Studer. In: hortus-netzwerk.de, 19. März 2019.
cite-note-4949. â Preisträger 2019: 2. Platz âBestes Garten- oder Pflanzenportraitâ. (Memento vom 8. Mai 2019 im Internet Archive). In: gartenbuchpreis.de, Mai 2019.
cite-note-5050. â Ein Silberner Delphin fĂźr die Paradeiser! (Memento vom 2. März 2016 im Internet Archive). In: stekovics.at, 2. Oktober 2014, Originalseite.